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Russland 2010
"Mit dem Verstand ist Russland nicht zu begreifen. Mit der gemeinen Elle ist es nicht zu ermessen. Sein Wesen ist ein anderes: An Russland kann man nur glauben."Fjodor Iwanowitsch Tjutschew (1803-1873),philosophischer Lyriker, der über 20 Jahre seines Lebens, von 1822 bis 1844 in Deutschland verbracht hat, über sein Vaterland.
Der Verkauf von PKW, der im Jahre 2009 um fast 50% gesunken war, begann ab April 2010 zu wachsen. Zu diesem Zeitpunkt hatten ISCH und das Händlernetz bereits eine Bankrotterklärung abgegeben, die LADAS-Gruppe erhielt von der Regierung einen Umlaufmittelkredit in Höhe von 75 Mia Rubel, die GAZ Gruppe schuldete wegen drohendem Bankrott 40 Mia Rubel um.Im „Schuldenturm“ des Staates sitzen die Ladagruppe, Sollers und GAZ sowie fast alle russischen Zulieferer.Nach vorläufigen Schätzungen wurden im Jahre 2010 in Russland 1 750 000 Neufahrzeuge verkauft, das entspricht einem Zuwachs von 28% im Vergleich zu 2009. Im November erreichten die Verkaufszahlen mit 189 000 Einheiten einen absoluten Spitzenwert
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Die Experten schreiben den Aufschwung der russischen Automobilindustrie auch den staatlichen Födermaßnahmen zu, mit der Abwrackprämie wurden 400 0000 Altautos ersetzt und zusätzlich 80 000 Fahrzeuge durch günstige Kredite neu erworben. Die Produktion der Nutzfahrzeuge wuchs vom Januar bis November um 67,4% auf 137 000 NKW an, Busse wurden 32,2% mehr oder 35 800 Stück als 2009 produziert, auch die Produktion von umweltschonenden Oberleitungsbussen stieg um 40,2% auf 346 Busse an. Hyundai eröffnete sein Montagewerk in St. Petersburg und brachte die Zulieferer gleich mit.
Kann es sein, in den Chefetagen Asiens hatte man Tjutschew gelesen ? Oder sitzen dort strategische Denker ?
Nachdem VW in Russland sich eine weitere Region für einen Montagebetrieb erschließen will, siehe Eilmeldung vom 23.11.2010, sorgte die am 24.12. veröffentliche Nachricht für großes Aufsehen:
Nishnij Nowgorod, 23.12. Daimler und die GAZ-Gruppe unterzeichneten eine Vereinbarung über Montage des Kleintransporters „Sprinter“ auf vertraglicher Grundlage. Daimler investiert dazu etwa 100 Mio € und wird in Nischnij Nowgorod etwa 25 000 Springer montieren.Bereits 2011 soll die Lokalisierung, einschließlich Modernisierung der bereits vom Band laufenden GAZ-Transporter, vorbereitet werden. Der Aufbau von Umschulungskapazitäten zur Heranbildung von Facharbeitern ist ebenfalls vorgesehen. Den Vertrieb der Sprinter wird das Händlernetz der GAZ-Gruppe übernehmen. Gleichfalls noch im Dezember wurde bekannt; KAMAZ und Daimler unterzeichneten eine Vereinbarung über den Bau eines Werkes zur Produktion von LKW-Achsen als Gemeinschaftsfirma und investieren dazu in Nabereschnije Tschelny 50 Mio €.
Weil wir bei der Literatur waren, ein Schelm, der Arges bei Schiller, Wallenstein II, Piccolomini, denkt: "Spät kommt Ihr - doch Ihr kommt! Der weite Weg……. entschuldigt Euer Säumen.“
Stand der Lokalisierung der PKW-Produktion in Russland:
Im Dezember 2010 veränderten die zuständigen Ministerien die Bedingungen zur Durchführung der „industriellen Montage“ und dem darauf basierendem Recht, mit Zollpräferenzen billig Baugruppen zu importieren. Die gegenwärtig bis 2014 geltenden Bedingungen laufen aus. Die erforderliche Investitionssumme für diese Produktion wurde abgesenkt und der Lokalisierungsanteil auf 60% mit jährlicher Rechenschaftslegung durch die ausländischen OEM vor der russischen Regierung erhöht. Der Berechnungsmodus „Lokalisierung“ wurde verändert um ein Anwachsen der Endpreise der Fahrzeuge durch die Lokalisierung zu verhindern. Über die zukünftigen Bedingungen der Automobilmontage in den Sonderwirtschaftszonen gibt es im Moment widersprüchliche Aussagen.
Aufnahme Russlands in die WHO – schwere Zeiten für die LKW-Produktion ?
Noch für das Jahr 2011 wird die Aufnahme Russlands in die WHO erwartet. Der Markt für Nutzkraftwagen in Russland wird Prognosen nach nur im Vergleich zu 2010 um 3% wachsen, die Produktion nur um 5,4% und die die Kleintransporter um 4%. 2012 könnte die Situation für die russischen LKW-Produzenten kritisch werden, heißt es in Kommentaren aus verschiedenen Quellen.Der Beitritt Russlands zur WHO bringt eine starke Kürzung der Einfuhrzölle für NKW in einer relativ kurzen Periode mit sich. Gegenwärtig sind 25% Zoll zu entrichten, nach Beitritt 15%, der Wert fällt bis 2015 auf 10%. (Die PKW-Produzenten haben es leichter, da beträgt die Übergangsperiode sieben Jahre mit geringeren Abstufungen. Die Entwicklungsstrategie der russischen Automobilindustrie für 2020 erwartet einen LKW-Markt in Russland von 190 000 Einheiten, von denen nur 10% importiert werden. Die einheimischen Produzenten sind dann in der Lage 260 000 Fahrzeuge herzustellen, von denen 90 000 für den Export bestimmt sind. Die Berechnung geht aber nur bei Beibehaltung der alten Zölle auf.Während seines Besuches bei den Automobilherstellern kurz vor Jahresschluss in Nishnij Nowgorod wurde Insidern nach, auch diese Frage mit Premierminister Puten erörtert. Es gäbe noch keine endgültige Lösung, der Beitritt zur WHO sei bereits abgestimmt, man müsste über Lösungen außerhalb der WHO-Forderungen nachdenken, für 2011 würde die Abwrackprämie mit 10 000 Mia Rubel auch für LKW gestützt, eine Abwrackprämie für LKW sei in Arbeit, auch könnte man über eine Begrenzung der Einfuhr von gebrauchten Nutzfahrzeugen oder dessen Importverbot nachdenken, denn mit der Einführung der neuen Zölle würden die neuen russischen LKW in ein völlig anderes Marktsegment gedrängt.
Mercedes Benz produziert in Zukunft den Sprinter in Nishnij Nowgorod
Die Daimler AG und der russische Nutzfahrzeughersteller GAZ haben in Nizhny Novgorod, Russland, eine Absichtserklärung unterzeichnet, deren Ziel es ist Mercedes-Benz Transporter vom Typ Sprinter in Russland zu produzieren. Zudem sollen Motoren, Getriebe, Achsen und weitere Komponenten lokal gefertigt werden, die dann im Mercedes-Benz Sprinter und im GAZ Produktportfolio zum Einsatz kommen.Dafür werden bestehende Anlagen für die Produktion leichter Nutzfahrzeuge vor Ort umgebaut, neue Anlagen nach Russland gebracht und GAZ-Mitarbeiter entsprechend geschult. Nach Anlauf der Produktion sollen in einem Normaljahr rund 25.000 Einheiten des Sprinters in Russland vom Band rollen. Daimler wird den Vertrieb und Service der Fahrzeuge über das bestehende Mercedes-Benz Händlernetz organisieren, das künftig von ausgewählten GAZ Händlern unterstützt wird. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, sagte anlässlich der offiziellen Projektvorstellung im Beisein von Russlands Ministerpräsidenten Vladimir Putin: „Russland ist ein attraktiver Investitionsstandort mit großen Wachstumschancen, deshalb engagiert sich Daimler langfristig vor Ort. Die Zusammenarbeit mit GAZ unterstreicht einmal mehr: Daimler ist gekommen, um zu bleiben und weiter zu wachsen. Bei der Unterzeichnung der Erklärung bekräftigte Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans, die Entscheidung, in Russland mit einer lokalen Produktion starten zu wollen: „Russland war für Mercedes-Benz Vans immer noch ein unerschlossener Markt. Traditionell liegen unsere Märkte in Westeuropa, Lateinamerika und Nordamerika. Dabei gibt es in Russland für mittelgroße und große Vans ein Marktvolumen von rund 117.000 Einheiten. Bis ins Jahr 2020 soll der Markt auf rund 275.000 Einheiten anwachsen. Das zeigt, wie wichtig und richtig es ist, in Russland aktiv zu werden. Gemeinsam mit GAZ werden wir die optimalen Produkte für den russischen Markt auf die Straße bringen. Dafür wird die Daimler AG einen dreistelligen Millionenbetrag in die Hand nehmen.“ Siehe auch: http://www.mercedes-benz.de
Die Automobilproduktion 2010 in Russland verdoppelte sich gegenüber 2009
Vom Januar bis November 2010 wuchs die PKW-Produktion in Russland um 98% auf 1 081 000 Fahrzeuge, meldet das Föderale Statistische Amt. Im gleichen Zeitraum wurden 137 000 LKW (Zuwachs +67,4%) und 35 800 Busse (Zuwachs 32,2%) hergestellt.
Bei den PKW-Herstellern ergab sich folgendes Bild:
– Lada – 467 550 Fahrzeuge in 11 Monaten (+45%)
– KIA – 96 545 Fahrzeuge (+55%) – Renault – 85 058 Fahrzeuge (+29%)
– Ford – 78 695 Fahrzeuge (+5%)
– Hyundai – 77 679 Fahrzeuge (+16%)
– Toyota – 70 789 Fahrzeuge (+13%)
– Nissan – 69 291 Fahrzeug (+17%)
– Volkswagen – 52 219 Fahrzeuge (+43%)
- GAZ-Gruppe 67 457 Fahrzeuge (+29%)
Lada profitierte von der Verschrottungsprämie, von den 10 Fahrzeugen mit den größten verkauften Stückzahlen wurden 9 in Russland gefertigt.
AVTOTOR produzierte 2010 150 000 Fahrzeuge
teilte der Direktor der Abteilung Automobilproduktion im Industrieministerium, Alexej Rachmanow, mit. „Wir selbst müssen begreifen, wenn für solche Firmen die Präferenzen wegfallen, bricht deren Geschäft zusammen“. Zum Problem „industrielle Montage“ gibt es Differenzen zwischen den verantwortlichen Ministerien (Industrieministerium, Wirtschaftsministerium), man reibt sich immer wieder am Problem Sonderwirtschaftszone Gebiet Kaliningrad, die im „großen Land gelegenen“ OEM gießen aus verständlichen Gründen immer wieder Öl in das Feuer…..
KAMAZ und Daimler gründen Gemeinschaftsfirma in Nabereschnije Tschelnij
meldete der Pressedienst von KAMAZ. Im JV sollen Achsen für Nutzfahrzeuge hergestellt werden. In der ersten Etappe sind Investitionen von je 50 Mio Euro geplant. KAMAZ wird auch Komponenten zur Weiterbearbeitung nach Kassel liefern.
Montagebeginn Cadillac CTS, Modellreihe 2011, in Kaliningrad

meldete der Pressedienst GM Europa, nach der normalen Ausführung soll auch das Sportcupe Cadillac CTS Coupe mit einem 3,6 Liter Motor und einer Leistung von 304 PS montiert werden
Tatarstan und Sollers bieten eigene Abwrackprämie an
Bis zum 28.02. gilt eine Sonderprämie für alle Ducato, außer Kleinbusse und Linientaxen in Höhe von 150 000 Rubeln. Die Regierung Tatarstans, Produktionsstandort Ducato, und Sollers erhöhen die staatliche Prämie in Höhe von 50 000 Rubeln zu gleichen Teilen um 100 000 Rubel.
Interessante Ergebnisse einer Umfrage der Agentur RBK im November 2010
14 534 Teilnehmer antworteten wie folgt auf die Frage:
Welches Land verhält sich am freundschaftlichsten zu Russland ?
Expressmeldung
autenews.ru meldet am 23.11.2010 16:23 Uhr Moskauer Zeit:
Volkswagen möchte ein zweites Werk in Russland bauen
Der deutsche OEM VW plant, in Russlands ein zweites Montagewerk zu bauen. Das Werk könnte im Gebiet Kaliningrad entstehen, heißt es auf der offiziellen Internetseite des Wirtschaftsministeriums der Region . Diese Möglichkeit wurde auf der Messe MEDICA-2010 (Deutschland) zwischen der amtierenden Wirtschaftsministerin Kaliningrads, Elena Poschigailo und dem Niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Jörg Bode, erörtert.
Im Ergebnis dieses Gespräches wurde festgelegt, ausführlicher das ökonomische Potenzial der Kaliningrader Region zum Aufbau eines zweiten Montagewerkes in Russland zu untersuchen.Das Land Niedersachsen ist ein Großaktionär von VW und in Anbetracht der Vorteile der Sonderwirtschaftszone ernsthaft bemüht, die Einrichtung des zweiten Montagewerkes für Russland in der Kaliningrader Region zu prüfen.Im ersten Quartal 2011 wird ein Besuch von Entscheidungsträgern des Konzerns in Kaliningrad erwartet.
Renault-Nissan eröffnet Montagewerk im Fernen Osten ?
Darüber berichtete am 16.11. der Gouverneur der Region Primorje, Sergej Darkin vor der Presse. „Wenn Renault-Nissan einen solchen Wunsch hat, dann wird die Sache von Erfolg gekrönt sein“, erklärte er. Einzelheiten über einen geplanten Standort waren nicht zu erfahren, man erwarte eine hochrangige Delegation zu Gesprächen. Das Montagewerk könnte irgendwo im Großraum Wladiwostok (Slaviansk-Wladiwostok-Ussuriist-Nachodka) angesiedelt werden und auch die Montage von Kleintransportern sei nicht auszuschließen. Premierminister Putin kommentierte die Anfrage lakonisch: “Die Leute, die dort wohnen, sind an japanische Autos gewöhnt, Nissan kommt dort zur rechten Zeit!“
Stawropol baut einen Technopark für die Automobilindustrie
Der Pressedienst der Gouverneurs des Gebietes Stawropol meldete, man wolle im Jahre 2013 den Technopark „INTRALL“ eröffnen, dort soll auch ein Entwicklungszentrum angesiedelt werden, die Kosten übernimmt teilweise ein Investor. Das Montagewerk wird eine Kapazität von 60 000 Fahrzeugen/Jahr haben. Die Infrastrukturkosten für den Bau übernimmt das Gebiet und der Investfonds der Russischen Föderation. Auf diese Weise erhofft die Regionalverwaltung 7 700 neue Arbeitsplätze zu schaffen.
UAZ verkaufte 4 000 Einheiten über die Abwrackprämie
Zum Monatsende Oktober verkaufte UAZ über das Händlernetz bereits 4000 Fahrzeuge, obwohl für das gesamte Jahr nur 4000 Einheiten geplant waren. Die Hauptabsatzgebiete lagen in Moskau, St. Petersburg und Nishnij Nowgorod. Die Gebietsregierung und UAZ gewährten zusätzliche Boni beim Kauf eines UAZ. Die beliebtesten Fahrzeuge waren der Patriot und der UAZ 469(Foto). Im August wurde in die „Abwrackliste“ zusätzlich der Patriot Sport, ein allradgetriebener Kompaktwagen“ aufgenommen. Es sei daran erinnert, der UAZ verleugnet kaum sein Herkunft als Armeefahrzeug, kommt aber dafür in Russland mit den schlechten oder nicht vorhandenen Straßen gut zurecht.
Prognose des russischen Automobilmarktes
In der Duma äußerte sich im Oktober der Minister für Industrie und Handel, Viktor Christenko, vor den Abgeordneten über die Zukunft der Automobilindustrie in Russland. Gegenwärtig wachse dieser Industriezweig monatlich zweistellig, von Januar bis September 2010 stieg die Produktion um 20,5%. Das Umsatzvolumen für in Russland produzierte Autos lag bei 68,5%, der Anteil der rein importierten Fahrzeuge ging auf 31,5% zurück. Großen Anteil habe daran die Abwrackprämie. 325 902 Zertifikate wurden bereits ausgegeben und damit 121 044 Neufahrzeuge per Kredit gekauft. Für 2010 werde ein Produktionsvolumen von 1 300 000 Fahrzeugen erwartet, 2013 würde das Vorkrisenniveau erreicht und ab 2014 verwandelt sich Russland in den größten Automobilmarkt Europas mit einem Volumen von 3 Millionen Fahrzeugen, so der Minister.
Haben Sie schon mal einen Verkehrspolizisten bestochen?

GLONASS wird schon 2010 Pflicht
Die Regierungsverordnung der Russischen Föderation, die zwingend allen russischen Automobilproduzenten vorschreibt, in russische Neufahrzeuge nur das GLONASS-System einzubauen, wird noch 2010 wirksam, teilte am 26.10. der russische Vizepremier Sergej Iwanow auf einer Pressekonferenz in Moskau mit. Im August 2010 hatte Wladimir Putin erklärt, am 2012 könnten russische Fahrzeuge mit einem eingebauten GLONASS-Gerät geliefert werden. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit werden einige Fahrzeuge (Feuerwehr, Rettung, Zivilverteidigung) bereits 2011 zwingend mit Navigationssystemen ausgerüstet.
Gebrauchtwagen doppelt so oft gefragt wie Neufahrzeuge
Nach Auswertung der neuesten Statistiken von AWTOSTAT ergibt sich ein sehr interessantes Bild. Der Gebrauchtwagenmarkt litt unter der Krise am wenigsten und erholte sich früher als der Neuwagenmarkt. Nach Meinung von Marktteilnehmern erwies sich die Abwrackprämie als hilfreich für den Gebrauchtwagenmarkt, die ältesten und mit vielen Qualitätsmängeln behafteten Autos verschwanden so vom Markt.Der Umfang des Gebrauchtwagenmarktes übertrifft in Russland traditionell den der Neuwagen. Der Abstand wuchs um 33% in der Krise und ist nun 2,4 mal größer als vorher. Die große Nachfrage nach Gebrauchtwagen ist durch das geringe Einkommen der Bürger zu erklären. ein Gebrauchtfahrzeug ist für viele Leute die einzige Möglichkeit, das Transportproblem zu lösen. Artjom Pjasanzew, Analyst der Suchmaschine für Gebrauchtwaren smartus.ru, ergänzt dazu, ein gebrauchtes Fahrzeug, ein 3-5 jähriger „Ausländer“ kostet viel weniger und hat aber von seinen Gebrauchseigenschaften kaum etwas verloren und unterscheidet sich kaum von einem Neuwagen.
Im Krisenjahr schrumpfte der Markt für Gebrauchtwagen weniger, um 24,3% auf 3,36 Mio Fahrzeuge, als der Neuwagenmarkt um 50,2% auf 1,36 Mio Einheiten. (N. Schtscherbakowa PWHC Rossija).
Iveco wird gepanzerte Fahrzeuge in Russland produzieren
Eine Plattform für die Montage von gepanzerten Fahrzeugen Iveco in dem geplanten Joint Venture mit der staatlichen Gesellschaft Russian Technologies ist noch nicht ausgewählt worden, meldet am 27.10. Agentur RBC. Es laufe die Standortauswahl. Bei Russian Technologies war darüber auch nichts zu erfahren, man wolle aber die Verhandlungen zügig abschließen. Eine Reihe von Medien zitierte den stellvertretenden Verteidigungsminister, Wladimir Popovkin, die Russische Föderation wolle ein Joint Venture zur Produktion von gepanzerten Fahrzeugen des Typs Iveco Herstellung gründen und die Produktion solle 2011 beginnen. Doch der Pressedienst Russian Technologies "wollte diese Angaben weder bestätigen noch dementieren.
Chevrolet Lacetti von AWTOTOR auf der Liste der Abwrackprämie
Wie der erste Vizepräsident der AWTOTOR-Holding, Prof. Dr. Sorokin. A.E. mitteilte, ist der Lacetti nun auf der Liste der unter die Abwrackprämie fallenden Fahrzeuge. Vorher gab es einen zähen Kampf, bisher erfüllte kein Fahrzeug aus Kaliningrad diese Forderungen, da dort die Vorzüge der Sonderwirtschaftszone genutzt werden. AWTOTOR begann mit der Lokalisierung, die Karosse des Lacetti wird in Kaliningrad geschweißt und lackiert und erfüllt damit die Voraussetzungen des Ministeriums für Industrie und Handel. AWTOTOR mit den Bedingungen der Sonderwirtschaftszone ist allen anderen OEM ein Dorn im Auge, vor zwei Jahren führte Severstal-Awto, heute Sollers, den Feldzug gegen AWTOTOR an. Siehe KFZ-Nachrichten 2008/2009.
NISSAN erwirbt 10% Anteile von AWTOWAZ
meldete am 19.11. die russische Fachpresse. Im ersten/zweiten Quartal 2011 kauft Nissan 4% der bisherigen Anteile von Rosstechnologija und 6% von TROIKA – DIALOG. Gegenwärtig hält die Allianz Renault-Nissan 25% der Anteile von AWTOWAZ, ebenso wie Rostechnologija und TROIKA-DIALOG. Nach der für den Herbst geplanten Zusatzemission von AWTOWAT-Aktien würde deren Anteil in der ersten Etappe auf 29% und in der zweiten Etappe auf 44 % anwachsen. Der Vorsitzende der Allianz Renault-Nissan Karlos Hohn gab eine Kapitalerhöhung bei AWTOWAZ im Oktober 2010 bekannt.
Russisches Parlament senkt Transportsteuer fast um das Doppelte
Am 19.11 nahm die Duma in zweiter und dritter Lesung das Gesetz über die Verringerung der Transportsteuer an. Für Fahrzeuge bis 150 PS kann in den Regionen die Steuer bis auf 0 abgesenkt werden. Entsprechend des Gesetzes sind bis 100 PS pro PS 2,5 Rubel statt bisher 5 Rubel zu zahlen. Bei Motoren von 100 bis 150 PS sinkt die Steuer von bisher 7 Rubel/PS auf 3,5 Rubel, bei Motoren mit 150 – 200 PS von 10 Rube/PS auf 5 Rubel/PS, bei Motoren von 200 bis 250 PS von 15Rubel/PS auf 7,5 Rubel/PS und über 250 PS von 30 Rubel/PS auf 15 Rubel/PS.
Welche Autobesitzer fahren aggressiv ? Oder wie die Bilder sich gleichen.
Eine Umfrage unter 5699 Teilnehmern am Straßenverkehr erbrachte die nebenstehenden Ergebnisse.
Vorstellung Elektromobil
Am 12.10.2010 fand eine Pressekonferenz statt, darüber berichtete die Wirtschaftszeitung Komersant unter dem Thema: „Firmengruppe ONEXIM stellt „Stadtfahrzeug vor““
Prototypen
- Fließheck und
- Kompaktklasse, innerhalb von 180 Tagen durch den Weißrussen Wladimir Zesler entwickelt,
- beide auf einer Plattform
Hybrid
- mit 70 PS Elektromotor, Lithium-Ionen-Akku und
- 600 cm² Motor zum Unterladen während der Bewegung
TTDaten
- Reichweite 400 km
- Vmax 120 km/h
- Preis etwa 10 000 US$
- Lokalisationsgrad etwa 70-80%
- Baubeginn 2011,
- Serienfertigung 2012 gleichzeitig an zwei Standorten, Foto: aus „Komersant“
- Teilefertigung zentral, Firma plant eigenes Werk, von da aus Verteilung
Firma „Stadtauto“ GmbH,
- Anteilseigner ONEXIM, privater Investmentfonds (Montanindustrie, Energetik, Finanzdienstleistungen, Media und Immobilien) hält 51% und die
- Holding „Jarowit“ (LKW- und Energiemaschinenbau, Forschung und Entwicklung, Banken und Baubetriebe) hält 49%
Volkswagen nimmt in Russland Vollfertigung auf
Am 06.09.meldete RIA Novosti, Volkswagen Kaluga nahm die Vollfertigung auf. Die Montage aus Originalbaugruppen sei damit beendet. Die Fertigung der Modelle Touareg und Multivan laufe aber noch als „Industrielle Montage“ weiter. Im September wir eine zweite Schicht eingeführt und ab Oktober beginnt die Fertigung der Modelle Tiguan und Polo Sedan sowie Skoda Octavia und Skoda Fabia in Kaluga.
und nimmt GAZ unter Vertrag ….?
meldet die Nachrichtenagentur RBK daily am 03.09.2010. Am Vorabend fand ein Treffen von Premierminister Putin mit dem Vorstandsvorsitzenden von VW, Winterkorn, statt auf dem Putin forderte, die Lokalisierung zügig voranzutreiben, die alten Verträge über „Industrielle Montage“ würden in der bestehenden Form nicht weitergeführt. Winterkorn teilte mit, die Marktentwicklung in Russland verlaufe so stürmisch, die Produktionskapazität in Kaluga könne da nicht mithalten, darum plane VW eine zweite Montagelinie in Kaluga. Bis zur Fertigstellung dieser neuen Linie wäre man bereit, still liegende Montagekapazitäten vom Gorkijer Automobilwerk GAZ zu nutzen, die Verhandlungen dazu hätten begonnen. In den Jahren 2017-2018 wolle man in Russland etwa 360 000 Fahrzeuge des Typs VW verkaufen.
Rosneft übernimmt deutsche Raffinerien ?
Die russische staatliche Ölgesellschaft Rosneft will einem Zeitungsbericht vom September zufolge bei deutschen Raffinerien einsteigen. Der größte Ölkonzern Russlands wolle für ein bis zwei Milliarden Euro den 50-Prozent-Anteil des venezolanischen Ölunternehmens Petroleos de Venezuela an Ruhr Oel übernehmen, meldet das »Wall Street Journal« . Der russische Staatskonzern ist demnach in »fortgeschrittenen Verhandlungen«, der Abschluss des Geschäfts könne aber noch etwas dauern.Ruhr Oel ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Petroleos de Venezuela und dem britischen Konzern BP. Das 1983 gegründete Unternehmen kontrolliert nach eigenen Angaben Raffineriekapazitäten von 23,4 Millionen Tonnen pro Jahr, was rund ein Viertel der gesamten deutschen Kapazitäten entspreche. Ruhr Oel betreibt u. a. zwei Raffinerien in Gelsenkirchen.
Sollers beginnt Produktion in Kasachstan

Bereits im Juni 2010 unterzeichnete Sollers mit kasachischen Partnern eine Absichtserklärung, im Jahre 2011 in einer Gemeinschaftsfirma in Kasachstan allradgetriebene Fahrzeuge herzustellen. Sollers will 50% der Anteile halten, die AG Sariarka-Avto übernimmt die anderen 50%. Verhandlungen mit der Europäischen Entwicklungsbank seinen aufgenommen worden.
Schadstoffsteuer in Arbeit
Das Ministerium Industrie und Handel plant offenbar eine Veränderung der Transportsteuer. Diese Steuer soll in Zukunft an ökologische Kenngrößen gekoppelt werden, man verspricht sich davon eine schnellere Erneuerung des KFZ-Parks Russlands. Nach statistischen Angaben entsprechen nur 11% der in Russland zugelassenen PKW der Norm EURO-4.
GAZ geht mit den Japanern zusammen
Am 12.Oktober war Produktionsbeginn einer Gemeinschaftsfirma GAZ mit der Japanischen Firma T.RAD in Nishnij Nowgorod zur Herstellung von Kühlern und Wärmetauschern.
Verkauf von PKW und Kleintransportern wuchs 2010 um 14%
In den ersten acht Monaten wurden 139 085 Fahrzeuge mehr als 2009 verkauft, im August steigt der Verkauf am stärksten an. Von den Markführern, davon produzieren 8 in Russland, betrug der Zuwachs:
LADA +32%, im August + 55%
Chevrolet -5%, im August +32%
KIA +62%, im August 92%
Renault+17%, im August +19%
Hyundai +15%, im August +58%
Ford – 13%, im August +29%
Toyota -2%, im August +61%
Nissan- 23%, im August +80%
Volkswagen +19%, im August +79%
Auslieferung KIA bei AWTOTOR in Kaliningrad
Fahrzeugunterhaltungskosten im Vergleich
Das Internetprotal Simplycars.ru verglich die laufenden Kosten für verschiedene Fahrzeugtypen einschließlich Wertverlust nach drei Jahren und einer Laufleistung von 60 000 km und Inspektionskosten in Fachwerkstätten, alle Preise in Rbl, Kurs am 17.10. 1 Euro 42,39 Rubel
|
Typ,
Modell
|
Kaufpreis
|
A)
|
1.
|
2.
|
2.
|
3.
|
4.
|
5.
|
Kosten Insp-ek-tion
|
Benzin-kosten
|
Steuer
|
Wert-verlust
|
Kosten gesamt
|
|
Daewoo Matiz
|
228 000
|
10 000
|
3 500
|
5 000
|
8 000
|
6 000
|
10 800
|
5 600
|
38 900
|
4 200 / 102 900
|
1 071
|
58 000
|
200 870
|
|
Hyundai Getz
|
409 000
|
15 000
|
10 000
|
12 500
|
14 500
|
24 500
|
|
|
61 500
|
3 540 / 86 730
|
2 037
|
79 000
|
229 267
|
|
Chevrolet Lacetti (1.8 MT)
|
640 000
|
15 000
|
9 000
|
13 000
|
15 000
|
25 000
|
|
|
62 000
|
5 400 / 126 900
|
7 260
|
270 000
|
466 160
|
|
Mazda6 2.5 AT
|
1 108 000
|
15 000
|
6 800
|
9 800
|
7 600
|
11 000
|
|
|
35 200
|
5 040 / 123 480
|
19 380
|
308 000
|
486 060
|
|
Volks-wagen Passat 2.0 TSI AT
|
1 409 000
|
15 000
|
8 182
|
15 701
|
8 182
|
24 910
|
|
|
56 975
|
5 100 / 142 800
|
36 000
|
669 000
|
904 775
|
|
Nissan X-Trail 2.0 AT
|
1 081 400
|
15 000
|
8 200
|
15 500
|
8 200
|
21 700
|
|
|
53 600
|
5 220 / 127 890
|
12 690
|
281 000
|
475 180
|
|
Toyota Land Cruiser Prado 4.0 AT
|
2 185 000
|
10 000
|
10 734
|
15 774
|
12 174
|
29 392
|
12 174
|
15 774
|
96 022
|
6 480 / 158 760
|
126 900
|
785 000
|
1 166 682
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Besucherumfrage auf dem Moskauer Autosalon 2010
Welche deutsche Automarke bevorzugen sie? Hier das interessante Ergebnis:

Koreaner bauten bei St. Petersburg Autowerk
Zur Einweihung des Werkes in der zweiten Oktoberwoche war natürlich Premierminister Putin geladen. Hyundai begann die Testproduktion des justifizierten „Solaris“, der sich nach Qualität und Ausstattung nicht von den koreanischen Fahrzeugen unterscheiden soll, das Auto sei nur an die russischen Bedingungen angepasst worden. Im Werk wurde Putin das Blechformwerk für Karosserieteile, im Moment verwende man noch importierte Bleche, man wolle aber die Angebote der russischen Metallurgen prüfen, gezeigt. Die Motoren für den Solaris werden auch dort montiert. Im April 2011 soll der Solaris für einen Preis von über 400 000 Rbl in den Handel kommen, das Fahrzeug entspricht der C-Klasse.
Anschließend wurde Putin weitergeleitet zur Eröffnung eines Autoteilewerkes der kanadischen Firma „Magna“ und führte danach eine Konferenz zu Problemen ausländischer Investitionen in die russische Automobilindustrie durch. Einige Unternehmen waren per Videokonferenz zugeschaltet und nutzten die Gelegenheit, sich beim Premierminister über die äußerst lange Zeit für den Erhalt der entsprechenden Genehmigungen durch einige Ministerien zu beschweren, die Firmen hätten dadurch Verluste. Putin versprach, die Ministerien zu disziplinieren.
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