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Vorgeschichte Entstehung der MiG – 21
Beschluss des Ministerrates Nr. 473 – 213 vom 19.03. 1954:
- „Bau eines Versuchsflugzeuges zur Untersuchung von Überschallflügen in großer Höhe“ an KB 155 (Mikojan) mit Versuchswerk 155, auf Basis der MiG – 19( Vmax 1800 – 2000 km/h, Gipfelhöhe 20 000 – 22 000 m, Flugdauer 25-30 Minuten, davon 5 Minuten mit Flüssigkeitsrakententriebwerk, mit IL-28 erprobt)
- E-50 roll out 4.10. 1955
- Erstflug: 07.06.1956 Muchin
- U-2 erster Einflug in die Länder des Warschauer Vertrages 02.07.1956 Protestnoten 10.07.56,08.03.58,21.04.58 bleiben seitens der USA unbeantwortet, Ausweitung der Flüge bis Moskau, alle Raketenstarts der R-7 werden 1957 durch die Amerikaner aufgenommen,U - 2 mit den bestehenden Mitteln der sowjetischen Luftverteidigung unerreichbar Beschluss des Ministerrates Nr 1195-613 vom 25.08.1956: Bau Vorserie in Gorkij
- 21.05. 1957: E-50/3 mit zwei Kononen2 NR-30,Visier ASP-5N, Höhenausrüstung GScha 4 und KKO-2M, 25 Versuchsflüge erfolgreich,
- Einsatz gegen die U-2, technische Versorgungsschwierigkeiten mit TS für Rakententriebwerk, abgebrochen
- Vorserie in Gorkij 30 (!) Flugzeuge bis Mitte 1957 E-50A mit TW R-11-300, später auf 12, dann auf 6 reduziert, TW werden nicht einsatzbereit, nicht ausgeliefert,
- vom 25.11. 1957 bis 26.02.1956 Staatsprüfung in Sawastlaika CM-19 auf Basis MiG 19, abgebrochen, keine brauchbaren Ergebnisse
- März 1958, neuer Einflug U-2 Umrüstung Vorserie E-50A auf Bordradar ZD-30 und K-5, ASP-51, Lasur, SOD-57M, Erprobung III/58, aber Abbruch, keine Jägerleitung in großen Höhen damals möglich Grundsatzentscheidung:
Abbruch zugunsten von Raketen, Chrustschow schüttet Kind mit dem Bade aus und fährt Luftfahrt auf ein Minimum zurück
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Entwicklungsmuster und Typen der MiG - 21
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MiG - 21 Modifikationen
- Е-1 – Jagdflugzeug Dreiecksfläche Triebwerk AM 9B (Projekt 1954)
- Е-2 – Versuchsflugzeug (Jagdflugzeug) Pfeilflächen TW AM 9B 2 Kanonen NR-30 Erstflug 14.02. 1955 (Mosolw)
- Е-2А ("Erzeugnis 63“, MiG 23 ursprünglich) Frontjagdflugzeug TW AM 11, (R11 300) Versuchslos (7 Flugzeuge ?) in Gorkij gebaut, Pfeilflügel mit je einem Genzschichtzaun, Erstflug 17.02.1957 durch Sedow, 1 Jahr auf TW gewartet, dann schwierig zu fliegen,(Längsschaukeln, bei hoher Vg schwierig mit dem Querruder zu steuern, Schütteln bei großer Vg in Bodennähe
- Е-4 – Versuchsflugzeug mit Dreiecksfläche und Triebwerk AM 9E (AM 9I), Erstflug 16. Juni 1955
- Е-5 – Prototyp Dreiecksfläche (57° an der Vorderkante) T AM 11, Erstflug 09.01.1956
- Е-6 – Prototyp mit TW R-11F-300, 3 Flugzeuge gefertigt Erstflug 28.05.1958 (Nefjodow)
- Е-6W – fliegendes Labor 1963 2 Flugzeuge gefertigt
- Е-6Т-3 – Versuchsflugzeug mit Entenflügeln
- Е-6У-1 – Prototyp Schulflugzeug, 12,7 mm MG (Erstflug 17.10.1960 Ostapenko)
- Е-7N – Kernwaffenträger auf Basis MiG 21 S
- Е-7/8 – Prototyp Aufklärer auf Basis MiG 21 PF
- Е-8 (МiG-23 – zweite Bezeichnung) – Versuchsflugzeug aus Bauteilen der MiG 21 PF TW R 21 F 300а , neuer Rumpf, Entenleitwerk, Ansaugschacht unter Rumpf, 1962 2 Flugzeuge, Mosolw katapultierte bei Überschall, schwer verletzt, Entwicklung zugunsten der MiG 23 abgebrochen
- Е-33 – Rekordvariante der MiG 21U (Frauenweltrekorde Sawitzkaja)
- Е-50 – Versuchsflugzeug Pfeilflügel und TW RD 9 mit Flüssigkeitsraketentriebwerk S-155, Erstflug 09.01.1956, 3 Flugzeuge, 50/1 mit Kabinenhaube mit Metallüberzug, Pullaugen, mit Raketentriebwerk, bei M 0,85-1,0 glich das Fliegen einem Rodeo !!
- Е-50А (МiG – 23U) – modernisierte Variante der E-50A, 1 Flugzeug durch Gorkijer Werk , TW RD 9 mit Flüssigkeitsraketentriebwerk S-155
- Е-66 – Rekordflugzeug 31.10.1959 Mosolw erreicht 2388 km/h
- Е-66А – überarbeitetes Rekordflugzeug 31.10.1959 Mosolw erreicht 34 714 m dynamisch.
- Е-66B - Rekordflugzeug auf Basis Serienflugzeug ohne Bewaffnung und mit reduzierter Ausrüstung, 2 Starthilfsraketen, im Herbst 1974 Sawitzkaja erfliegt einige Weltrekorde
- М-21 – funkferngesteuertes Zielflugzeug, abgelaufene Lebensdauer, ohne Funkmessvisier, Visier, Sauerstoffausrüstung usw., zusätzlich Autopilot AP-17 und Rudermaschinen, Kassette mit IR Ködern und Registraturapparatur
- М-21М – manövrierfähiges funkferngesteuertes Zielflugzeug
- МiG-21bis (Е-7bis, "Erzeugnis 75") – letzte Serienausführung mit TW R-25-300, Kanone GeScha 23 und Luft-Luft RakeneR-60 1972-1974 in Gorkij 2030 Flugzeuge hergestellt, für Länder des WV, Erzeugnis 75A mit veränderter Ausrüstung, auch an Finnland geliefert, Lizenzproduktion in Indien
- MiG-21I (Flugzeug Analogon oder Erzeugnis 21-11) Erprobungsträger für TU-144, schwanzlos, ohne Höhen- und Seitenleitwerk, 1 Flugzeug Katastrophe, 2. Flugzeug in Monino
- МiG-21I (zweites Flugzeug mit dieser Bezeichnung) modernisiert, gebaut 1992, Bordcomputer, Bordradar Kopje und einige Ausrüstungskomponenten der MiG 29, Raketen R-71R1, R-27T1, R-60M, R-73 Ä)
- МiG-21М (Е-7М, "Erzeugnis 96") – Exportversion der MiG 21 S mit Zwillingskanone GeScha 23L und 4 Trägern; 196 Stück 1971 in Moskau gebaut hauptsächlich für den Nahen Osten, seit 1973 Lizenzbau in Indien
- МiG-21МТ ("Erzeugnis 96T) – Exportversion der MiG 21 SMT, geringe Anzahl bei Banner der Arbeit in Moskau gebaut
- МiG-21P (Е-7) – Abfangjäger für die Luftverteidigung des Landes, vorderer Rumpfdurchmesser vergrößert, Bordradar RP 21, 1958 entwickelt, 3 Stück gebaut
- МiG-21PD ("23-31", "Erzeugnis 92") – Experimentalflugzeug auf Grundlage MiG 21 PFM Senkrechtstarter , (Rumpf um 1 m verlängert für Hubtriebwerk RD-36-35)
- МiG-21PF (Е-7/4, "Erzeugnis 76") – modernisierter Abfänger, TW R 11F2-300 mit größerem Schub, in Gorki und Moskau seit 1961 und 1962 hergestellt, ab 1964 Export an Staaten des WV,
- MiG-21 PF-W (МiG-21 PFL) – Exportvariante für Vietnam, veränderte Ausrüstung, verkürzte Kabine
- МiG-21 PFM (Е-7М, "Erzeugnis 77") – modernisierte Variante der MiG-21PFS, veränderte Ausrüstung, Produktion ab 1963.
- МiG-21PFM ("Erzeugnis 94") – weiterentwickelt, modernisiertes Bordradar, 0-0-Sitz, 1964-1965 in Gorkij, Export in die Länder des WV
- МiG-21PFS (Е-7SPS) in den LSK der DDR „SPS“ genannt– Abfangjäger mit System zum Anblasen der Grenzschicht, verändertes TW R11F2S-300
- МiG21R (Е-7R, "Erzeugnis 94R") – taktischer Aufklärer, 1965-19971 in Gorkij produziert, Lieferung auch nach Ägypten
- МiG-21 S (Е-7S, "Erzeugnis 95") – in Gorkij 1995-1968 gebaut, vergrößerte Kraftstoffzuladung, Bordradar RP-22 Saphir
- МiG-21 SM ("Erzeugnis 95M", "Erzeugnis 15") – modernisierte Version mit TW R-13-300, in Gorkij von 1968 bis 19974 produziert
- МiG-21 SMT ("Erzeugnis 50") - vergrößerte Kraftstoffzuladung, in Gorkij 1971-1972 produziert
- МiG-21 U (Е-6U, "Erzeugnis 66") – zweisitzige Trainingsvariante der MiG-21 F-13, in Tiblissi bis 1971 181 Flugzeuge hergestellt, Exportvariante in Moskau bei Banner der Arbeit
- МiG-21 UM (Е-6UM, "Erzeugnis 69") - Trainingsvariante der MiG-21 PFM, 1133 Flugzeuge in Tiblissi produziert, auch Export
- МiG-21 US (Е-6US, "Erzeugnis 68") - Trainingsvariante der MiG-21 S in Tiblissi von 1966 bis 1971 347 Flugzeuge, Export des Erzeugnisses 68A bis 1970
- МiG-21 F (Е-6, "Erzeugnis 72") – erstes Serienflugzeug, 2 Kanonen NR-30, 1959-1960 99 Flugzeuge produziert.
- МiG-21 F-13 (Е-6Т, "Erzeugnis 74") – Serienflugzeug, Kanone NR-30 und gelenkte Raketen K-13 (R-3S) 1960-1962 in Gorkij und Moskau 606 Flugzeuge produziert, Lizenzbau in CSSR und Indien, Lieferung nach Polen, Finnland und in die DDR
- МiG-21 FL – Exportvariante als Abfangjäger der MiG-21 PFM (77), 1966 – 1968 in Moskau für den Export in Entwicklungsländer und Indien, Irak. 1966-1973 Produktion in Indien
- МiG-21 FM ("Erzeugnis 96F", "Erzeugnis 98") – Exportvariante der MiG-21 SM, 1970 – 1975 in Moskau und Gorkij, Export in den Nahem Osten und nach Finnland
- МiG-21-93 – modernisierte MiG-21
- МiG-21-2000 – modernisierte Variante (Rumänien und Israel).
- MiG-21 K „кречет“, schwarzer Falke“, Bordnummer 44, als Flügelrakete konzipiert, nicht weitergeführt, diente zur Vorbereitung und Erprobung der MiG-21-93, steht in einem Erprobungsinstitut
- J -7 – chinesische Variante der Mig-21 F-13.
Die MiG - Kooperation bietet noch immer den Umbau der MiG - 21 auf MiG - 21-93 an. 08.07.2009
Quellen:
Николай Якубович: ИСТРЕБИТЕЛЬ МиГ – 21 (Рождение легенды)
Николай Якубович: ИСТРЕБИТЕЛЬ МиГ – 21 (Перехватчики и разведчики)
Николай Якубович: ИСТРЕБИТЕЛЬ МиГ – 21 (Посление модификации)
Николай Якубович: МиГ -21 Истребитель
Евгений Подребный: Реактивный прорыв Сталина
Eigene Aufzeichnungen
INTERESSANTES:
Flugplatz Dübendorf, Schweiz, Museum
Beim Rundgang durch das Museum entdeckte ich ein “Geweih” des deutsche Bordragargerätes SN - 2 Lichtenstein.

Am 28.04.1944 landete eine ME 110 nach einem Triebwerksausfall in Dübendorf. Das Flugzeug war mit dem Bordradar
“Lichtenstein SN-2” ausgerüstet. Aber die beiden 20 mm MG FFO, die im Rumpf schräg nach oben gerichtet waren,
die so genannte “Schräge Musik” machten das Flugzeug zu einer “Geheimen Reichssache”. Den alliierten Bomberbesatzungen
war bisher nicht bekannt, warum ihre Flugzeuge oft einfach ohne sichtbare Feindeinwirkung auseinander platzten. Zwischen den
schweizer Behörden und dem faschistischen Deutschen Reich bauten sich erhebliche politische Spannungen auf.
Am 17.05.1944 gegen 22:00 Uhr wurde das Flugzeug unter Anwesenheit von zwei deutschen Botschaftsangestellten am
Ostrand von Dübendorf gesprengt und verbrannt. Kurz danach erhielt die Schweiz zwei Staffeln der Me 109G als Jagdflugzeug.
Das “Geweih” blieb erhalten und hängt nun im Museum Dübendorf.
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